Identitätsprüfung

Von Bauteil und Werkstoff

Bedeutung und Prüfung

Stimmt das gelieferte oder eingesetzte Bauteil mit der bemusterten und seither gelieferten Ware überein? Allein optisch lassen sich Werkstofftypen nicht erkennen. Bei einer Identitätsprüfung geben einfache Prüfmethoden schnell Aufschluss über das vorliegende Produkt.

Unter Identitätsprüfungen versteht man also Prüfungen, die in einem definierten Rahmen eine Übereinstimmung oder Abweichung eines Prüfloses mit Referenzwerten aus der Bemusterung oder vorhergehenden Lieferungen aufzeigen. Sie werden als Wareneingangsprüfung oder im Zuge einer Schadensanalyse eingesetzt, um schnell und mit überschaubarem Aufwand Teile einzuordnen.

Die Basisprüfungen der Identitätsprüfung

Im Zuge einer Identitätsprüfen wird das Bauteil vermessen sowie Härte und Dichte ermittelt. Alle Werte werden mit den Vorgaben aus Bemusterung, geltender Spezifikation oder Vereinbarung verglichen.

Bei der Dichte handelt es sich um eine Stoffkonstante, die von den Abmessungen des Prüflingsunabhängig ist. Sie ist eine der einfachsten und am schnellsten durchzuführenden Prüfungen, die in vielen Fällen Auskunft über Änderungen in der Elastomermischung geben kann.

Die Härte – da relativ einfach zu messen – ist eine der beliebtesten und am weitesten verbreiteten Identitätsprüfmethoden in der Elastomerindustrie. Obwohl sie auf den ersten Blick als eine aussagekräftige Prüfmethode erscheint, ist sie mit Vorsicht zu genießen. So gibt es doch viele Einflussgrößen, die den ermittelten Härtewert beeinflussen und zu einem falschen Ergebnis bei der Gut-Schlecht Beurteilung des Bauteils führen können.

Sollten bei einer dieser drei Identitätsprüfungen Abweichungen erkennbar sein, werden weitere Untersuchungen empfohlen.