Pyrolyse-Gaschromatographie mit Massenspektrometrie

(Pyrolyse-GC-MS)

Zusammensetzung von Elastomeren und Nachweis von Inhaltsstoffen

Bedeutung und Prüfung

Die Pyrolyse-Gaschromatographie mit Massenspektroskopie-Kopplung (GC-MS) erlaubt einen tieferen Einblick in die Zusammensetzung von Elastomeren. Sie ist eine analytische Methode, mittels derer an geringsten Probenmengen ab 30 µg nahezu alle Materialien, ob fest oder flüssig, ohne vorheriges Aufbereiten der Proben charakterisiert werden können.

Sie gibt Aufschluss über die Art der Kunststoffe, die Zusammensetzung von Materialien, die zugesetzten Additive oder enthaltene Fremdstoffe. Die Nachweisgrenze der Pyrolyse-GC-MS ist mit 10-10 g extrem niedrig. Daher genügen bereits kleinste Probenmengen um auch Spuren von Komponenten nachweisen zu können. Der Einsatzbereich der Pyrolyse-GC-MS beginnt gewissermaßen dort, wo die IR-Analyse

Sonderform

Teilweise kommt bei der Pyrolyse die Double-Shot-Technik zum Einsatz. Bei der Double Shot Methode wird der Pyrolyse eine Thermodesorption vorangestellt und damit die flüchtigen und die höher siedenden polymeren Bestandteile separat analysiert.

Bedeutung der Pyrolyse-GC-MS für die Anwendungstechnik

Die Pyrolyse-GC-MS dient weniger der Qualitätssicherung als überwiegend der Schadensanalyse. Mit ihr können beispielsweise eindiffundierte Fremdstoffe in Elastomeren analysiert und damit belastbare Aussagen zu möglichen chemischem Materialangriff getroffen werden.

Zunehmende Bedeutung hat dieses Analyseverfahren auch zum Nachweise von Stoffen gewonnen, welche als gesundheits- oder umweltschädlich eingestuft sind.

Downloads

Ausführlichere Informationen zur Pyrolyse-GC-MS finden Sie auch in der DICHT! Sonderausgabe.

Dieser Sonderdruck umfasst alle neun Folgen einer von den Bernhard Richter, Ulrich Blobner und Bernd Sprenger verfassten Artikelserie, die in der Zeitschrift „DICHT!“ über einen Zeitraum von fast drei Jahren erschien. Hier finden Sie das gesammelte Wissen rund um Elastomerprüfung. Im Detail erfahren Sie mehr über physikalische Prüfungen, chemisch analytische Prüfverfahren und die Schadensanalyse.